“Andersartige Praktiken” der fünf Mönche im Kündeling-Kloster Tibets

Datum: 27.02.2019, 09:09 Quelle: China Tibet Online

Dem Kündeling-Kloster hat der Kaiser Qianlong der Qing-Dynastie den Namen „Kloster U-Tsang Yongan“ gegeben. Die tibetische Vereinfachung lautet Kündeling. Es ist die Residenz des Tatsak Hutuktus eines der vier großen Klöster der Gelug-Schule des tibetischen Buddhismus. Außerdem befindet es sich südöstlich des Norbulingka-Palasts. In einem Zimmer des Kündeling-Klosters praktizieren fünf Mönche nicht den Buddhismus wie sonst, nachdem sie Sutren rezitiert haben. Ab dem 4. Januar des Jahres des Erdschweines des tibetischen Kalenders fangen sie mit der „andersartigen“ Praktik an, und zwar, indem sie das Yamantaka-Mandala fertigen.  

Das Mandala geht auf die esoterische Schule des indischen Buddhismus zurück und ist eines der Verehrungsobjekte bei der Praktik der esoterischen Schule des tibetischen Buddhismus. Das Mandala wird mit Sandkörnern von sieben Farben nach einer strengen Proportion und Struktur sowie strikten Inhalten usw. gefertigt. Jeder Schritt muss der Methode, die der Buddha geschaffen hat, folgen. Der Fertigungsprozess ist komplex. Für ein Mandala müssen mehrere Mönche mehrere Tage arbeiten.  

Das Bild zeigt, wie Mönche mit dünnen Metallstäben an ahlenförmigen Metallrohren Vibrationen hervorrufen, so dass der bunte Sand präzise auf ein Podest rieselt. 

Das Bild zeigt das Werkzeug zur Fertigung von Mandala – das ahlenförmige Metallrohr.  

Vorher haben die Mönche schon feine, weiße Sandkörner mit nahezu 30 Farben getönt. Zur Unterscheidung werden die Eimer, in denen die Körner aufbewahrt werden, beschriftet. Vor der Fertigung schütten die Mönche die bunten Sandkörner aus kleinen Eimern in unterschiedlich große Metallschüsseln um und ordnen sie nach ihren Farbsystemen. 

Am 5. Februar, nachdem fünf Mönche Sutren fertig rezitiert hatten, haben sie angefangen, nach der Proportion, der Struktur, dem Inhalt usw. des Mandala auf dem Holzpodest zu messen und Konturen zu umreißen. 

Nach einer weiteren Rezitation haben sie offiziell mit der Mandala-Fertigung angefangen.  

Die bunten Sandkörner wurden in ahlenförmige Metallrohre gefüllt. Die Mönche saßen mit gekreuzten Beinen auf dem Boden und riefen durch das Hoch- und Hinuntergleiten der dünnen Metallstäbe in den Händen an den ahlenförmigen Metallrohren Vibrationen hervor, so dass die Körner präzise auf das Podest fielen.  

Das erste Korn fiel auf die östliche Seite des Yamantaka-Mandalas. Einige Minuten später bedeckte eine blaue Linie eine gerade Linie auf dem Podest. Beim Vibrieren durch das Gleiten der Metallstäbe entstanden die Muster des Yamantaka-Daiza, der acht glückverheißenden Schätze, der Flammen der fünf Farben, der Vajra-Mörserkeule, der Hölle usw. auf einer runden Holzplatte mit einem Durchmesser von 1,5 Metern.  

 

Das Bild zeigt, wie die Mönche des Kündeling-Klosters Mandala fertigen.  

Im ganzen Prozess hielten die fünf Mönche ihre Körper fast durchgehend gekrümmt, um die Sandkörner vom zentralen Punkt aus im Rahmen des Kreises allmählich nach außen zu verbreiten. Gegen 17:00 Uhr am 12. Februar haben sie nach fünf Tagen das Mandala fertiggestellt.  

Danach haben die Mönche mit Vajra-Mörserkeulen an achte Ecken, wie der östlichen, südlichen, westlichen und nördlichen Ecke, das Mandala mithilfe einer Strohdecke bedeckt. Danach haben sie eine Glaskuppel und einen Vorhang über das Mandala platziert, um es zu schützen. In den nächsten sieben Tagen wird es bei buddhistischen Veranstaltungen von Gläubigen verehrt und durch Kulte verstärkt. 

Quelle: Tibet.cn

(Redakteur: Daniel Yang)

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